Point of no Return – Wie ich meinen Job gekündigt habe

Letzte Woche war es so weit, ich habe Nägel mit Köpfen gemacht und meinen Arbeitsvertrag gekündigt. Damit gibt es keinen Schritt zurück mehr.

Ein seltsames Gefühl macht sich seit dem breit, eine Mischung aus Vorfreude und Unsicherheit, Euphorie und Respekt. Natürlich wusste ich seit langem, dass dieser Tag kommen wird. Trotzdem wirft dieser Moment nochmal verstärkt die Zweifel auf, die schon seit langem im Hinterkopf sitzen. Vermutlich weil er einem durch die 6 Wochen Frist den kurzen Zeitraum, den man hier noch hat, noch einmal vor Augen hält.

Fragen kommen auf wie…

  • Habe ich an alles gedacht?
  • Passt die Finanzplanung?
  • Wird alles nach Plan verlaufen? …natürlich nicht :-)
  • Spielt die Maschine mit?
  • 1-2 Jahre alleine unterwegs, wie fühlt sich das an?
  • Wie reagieren Familie, Freunde und Kollegen/Chefs?
  • Werde ich danach wieder Anschluss im Berufsleben finden?
  • Schaffe ich das?

Meine Familie und Freunde kennen den Plan seit langem und stehen auch alle hinter mir. Trotzdem ist es ein seltsames Gefühl alle Menschen denen man nahe steht zurück zu lassen. Auch das schlechte Gewissen, dass die Familie sich vielleicht doch mehr Sorgen macht als sie zugibt wird man nie ganz los.

Ebenso waren Kollegen und Chefs seit längerem eingeweiht und haben mich von vornherein unterstützt. Über alle Themen bezüglich des Ausscheidens konnten wir offen sprechen und neben einem Angbot über Wiedereinstellung nach Rückkehr wird mir außerdem die Möglichkeit gegeben bei Bedarf als Freelancer hin und wieder unterwegs zu Arbeiten. Das geschieht entweder von Unterwegs in Deutschland und es besteht sogar die Möglichkeit die internationalen Kontakte der Firma zu nutzen um eventuell Projekte in Australien oder Neuseeland direkt vor Ort durchführen zu können. An dieser Stelle daher nochmal vielen Dank an Peter, Arno und Thorsten von der Makro Factory denn so ein Support ist sicher nicht selbstverständlich!

Makro Factory

Alle aufgezählten Zweifel sollen aber nicht darüber hinweg täuschen, dass ich dem Trip immernoch mit einem breiten Grinsen entgegen blicke und es kaum erwarten kann auf’s Motorrad zu steigen. Die meisten Sorgen und Zweifel kommen glaube ich in der Planungsphase auf und sind vergessen sobald der Vorbereitungsstress abfällt und es auf die Straße geht.

3 Gedanken zu „Point of no Return – Wie ich meinen Job gekündigt habe

  • 5. August 2014 um 22:59
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    Hallo Manuel,

    das ist einfach eine unglaubliche Aktion!
    Ich wünsche dir, ne Truppe von Schutzengeln die zusehen, dass du beulenfrei bleibst und uns allen irgendwann von deinem Abenteuer erzählen kannst.

    In diesem Sinne, alles Gute und möge deine Maschine alle Meter machen die du geplannt hast !

  • Pingback:Arbeitslosenversicherung/-meldung – Was gilt es zu beachten? | Mach die Meter!

  • 3. September 2014 um 20:53
    Permalink

    Hallo Manuel,
    eine wirklich einmalige Tour steht Dir bevor, um die Dich jeder Biker beneiden wird. Bitte achte stets auf Dich und sorge immer für genug Gripp unter dem Hinterrad. Erlebe was es zu erleben gilt und speichere soviel Eindrücke wie möglich bei Deinem wahrlich einmaligen Motorraderlebnis.
    Noch ein Gedicht, welches ich Dir mit auf den Weg geben möchte:
    Wenn Manuel neben seinem Motorrad steht,
    der Benzinduft durch seine Nase weht,
    der Chrom, der Lack er glänzt so rein,
    ach wie ist es schön ein Biker zu sein.
    Der Vergaser der am Motor bebt,
    wenn Manuelleicht am Gaszug dreht,
    der Sound, der Maschine geht durch Mark und Bein,
    ach wie ist es schön ein Biker zu sein.
    Maschine jetzt raus mit all ihren Düften,
    die Beine hoch, bis hin zu den Hüften,
    die Lederkluft gewachst und schimmert im Schein,
    ach wie ist es schön ein Biker zu sein.
    Gut geschützt verlässt Manuel sein Haus,
    bei schönem Wetter nichts wie raus,
    Helm, Brille und er schlüpf in seine Stiefel rein,
    ach wie ist es schön ein Biker zu sein.
    Schöne Landschaft und saftige Wiesen,
    die kann so, der Biker nur genießen,
    wir trinken Cola, Saft und niemals Wein
    und trotzdem ist es schön ein Biker zu sein.
    Die Freiheit zu riechen auf unserer schönen Welt,
    das ist der Kick der uns Biker am besten gefällt,
    langgezogene Kurven und breite Straßen,
    pure Landschaft und nicht zu rasen,
    entlang zu schlendern mit Genuss,
    das sind die Gefühle die man haben muss.
    Auf allen Deinen Ausritts-Tagen/Wochen/Monaten
    wünsche ich Dir keinen großen Schaden,
    Gesundheit, Spaß und sehr viel Freude
    und dieser Wunsch gilt nicht nur heute
    nein, er soll Dich begleiten alle Zeit
    die Dir auf dieser Erd noch bleibt.

    In diesem Falle immer gute und sichere Fahrt, viele Freunde und Erlebnisse.
    Ganz, ganz wichtig in eigenem Sinne. Komm wieder zu uns, wir freuen uns auf Dich.
    Andreas

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